Gegen Krieg, Bombenterror & Vertreibung: Auf nach Dresden
03.02.2010 | von Karl Richter | Kategorie: TitelthemaDeutsches Gedenken 2010: Zum 65. Jahrestag des Feuersturms geht es um unsere Toten
Zum 65. mal jährt sich am 13. Februar der Feuersturm von Dresden. Hunderttausende kamen dabei um, wurden heimatlos. Dresden, die Kunst- Lazarettstadt an der Elbe, hatte aufgehört zu existieren.
Dresden ist das deutsche Nagasaki, die Stätte eines apokalyptischen Bombensturms, entfesselt von alliierten Luftgangstern und ihren Befehlsgebern, denen es nur um eines ging: bis zum absehbaren Ende des Krieges noch so viele Deutsche als möglich umzubringen.
Dresden steht für ein Jahrhundertverbrechen, das ungesühnt und unvergessen ist. Auch wenn die etablierte Geschichts-Politik der Bundesrepublik nichts unversucht läßt, um deutsche Schuld ins Ungemessene aufzublähen und deutsche Opfer zu minimieren.
Im eisiger werdenden Klima von Repression und Gesinnungszensur, das im angeblich »freiesten Staat« der deutschen Geschichte herrscht, steht die sächsische Landeshauptstadt aber auch für einen der letzten Orte in der Bundesrepublik, an dem die nationale Opposition noch Gesicht und Präsenz zeigen kann.
Lumpen und Deutschenhasser
Das ist dieses Jahr besonders wichtig. Zum einen, weil der 65. Jahrestag des Untergangs Dresdens ein markantes Datum im Geschichtskalender ist. Und zum anderen, weil auch die Gegner eines würdigen Gedenkens in diesem Jahr alles daran setzen werden, diesen Tag für sich zu vereinnahmen. Es wird ein überparteiliches Aktionsbündnis (»… kein Platz für Angst und Gewalt«) geben, eine Menschenkette von der Synagoge bis zum Altmarkt – und das übliche Lumpengesindel mit Israelfahnen und »Bomber Harris, do it again!«-Plakaten wird es auch wieder geben.
Noch nie zuvor war es deshalb so wichtig, in Dresden der Opfer von Massenmord, Terror und Deutschenhaß zu gedenken. Nie zuvor war es so wichtig, das Golgatha des deutschen Volkes nicht den Schmähern, Inländerfeinden und Nationalmasochisten zu überlassen, sondern würdig und aufrecht die Erinnerung an unsere Toten wachzuhalten.
Für Planung und Durchführung des Dresdner Trauermarsches zeichnet auch in diesem Jahr wieder die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) verantwortlich. Für das Gelingen der Veranstaltung trägt aber letztlich jeder Teilnehmer, jeder einzelne Unterstützer die Verantwortung: durch würdige Haltung in Kleidung und Gestus, durch angemessene Gestimmtheit. Laute Töne sind an diesem Tage fehl am Platz.
Deshalb: am 13. Februar auf nach Dresden! Es geht um unsere Toten, unsere Ahnen, unsere Geschichte. Wir lassen sie uns von niemandem nehmen.









