Österreich: Neue Einheit des rechten Lagers
18.12.2009 | von Redaktion | Kategorie: Aktuelle MeldungenDas rechtskonservative Lager in Österreich rückt wieder zusammen. In Kärnten hat sich das noch von Jörg Haider gegründete „Bündnis Zukunft Österreich“ (BZÖ) jetzt von der Bundespartei gelöst und eine künftige Zusammenarbeit mit der FPÖ angekündigt. Unter dem Namen „Freiheitliche in Kärnten“ wird nun eine deutliche Grenze zum Rest-BZÖ gezogen, das den Kärtnern in vielen Politikfeldern als zu liberal gilt. Die inhaltlichen Schnittmengen mit der FPÖ seien deutlich größer.
Wie das Büro von FPÖ-Chef Heinz Christian Strache meldet, soll es eine Vermischung der Strukturen zunächst nicht geben. Faktisch ist das Projekt BZÖ damit aber am Ende, da das Bündnis in Kärnten die stärkste politische Kraft ist, in allen anderen Bundesländern der Alpenrepublik aber bedeutungslos und ohne parlamentarische Vertretung. Die FPÖ sieht ihr gesamtpolitisches Gewicht nun massiv gesteigert: „Durch die Kooperation mit den ‚Freiheitlichen in Kärnten’ ist die Einigung des dritten Lagers gelungen. Die Versuche von SPÖ und ÖVP, das dritte Lager durch Spaltung zu schwächen, gehen damit ins Leere.“
BZÖ-Bundeschef Josef Bucher wertete den Schritt dagegen als „eiskalten Putsch“. Nervös und teils mit hilflosem Spott reagierte auch der politische Gegner. Kein Wunder: Immerhin brachten es FPÖ und BZÖ bei der Nationalratswahl 2008 gemeinsam auf 28,2 Prozent der Wählerstimmen. Ein beachtliches Potential, das bei demonstrativer Einigkeit womöglich sogar noch ausbaufähig ist…









