Trend gestoppt? Immer weniger Unternehmen kehren Deutschland den Rücken

23.11.2009 | von Redaktion | Kategorie: Aktuelle Meldungen

Verlangsamen sich die Negativfolgen der Globalisierung? Zumindest werden immer weniger Produktionsstätten aus Deutschland ins Ausland verlagert, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung jetzt herausfand. Die Quote liegt heute so niedrig wie zuletzt vor rund fünfzehn Jahren. Gleichzeitig ist die Zahl der Unternehmen, die ihre Produktion nach Deutschland zurückholen, weiterhin stabil. In Zahlen: Pro Jahr verlagern in Deutschland derzeit etwa 1750 Unternehmen Produktionskapazitäten ins Ausland und 570 wieder zurück. Als Gründe für die Rückverlagerung werden vor allem Qualitätsprobleme und fehlende Flexibilität angegeben, immer öfter allerdings auch die im Ausland steigenden Personalkosten. „Wir erleben eine Renaissance des Produktionsstandortes Deutschland. Statt auf günstiges Personal in Niedriglohnländern zu setzen, entdecken Unternehmen in der Wirtschaftskrise stärker die Vorteile, die der Standort Deutschland bietet“, kommentiert  Dr. Willy Fuchs, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), die Befunde der Studie. Das klingt vielleicht etwas zu optimistisch, immerhin widerlegt die Untersuchung aber das gebetsmühlenartige Credo der Globalisten, daß die Globalisierung ein „unaufhaltsamer“, „unumkehrbarer“ Prozeß sei. Sollte sich der Trend verfestigen, umso besser.