Von der V 2 zum Pisa-Desaster
04.11.2009 | von Redaktion | Kategorie: Zeitgeschichte / GeschichteWissenschaftsstandort Deutschland: Wie ein Spitzenland auf Mittelmaß gebracht wurde
Im Jahre 1974 legte der Stasi-Agent Bernd Engelmann in seinem Buch »Deutschland ohne Juden« seine persönliche Botschaft nieder: Die Deutschen waren immer nur sehr mittelmäßig. Erst die geistige Befruchtung durch das Judentum leitete jene Symbiose ein, die es den Deutschen erlaubte, bescheidene geistige Höhen zu erklimmen.
Durch die Aussiedlungspolitik des Dritten Reiches, so Engelmann, stürzte dieser Irrläufer der menschlichen Zivilisation in das Loch seines ursprünglichen Mittelmaßes zurück, was der Grund dafür ist, daß sein gegenwärtiges kreatives Niveau das einstige Mittelmaß noch um etliche Klafter unterschreitet. Eine Tatsache, die unter anderem an der geringen Zahl der Nobelpreise zu ersehen ist, die Deutschland nach 1945 geerntet hat. Im Gegensatz zu den talentlosen Deutschen pflückt das Judentum dagegen einen Nobelpreis nach dem anderen von den Bäumen seiner Erkenntnis.
Der letztere Aspekt der engelmannschen Botschaft bestätigt sich scheinbar in den Ergebnissen der PISA-Studie. Besonders sozialdemokratische und grüne Kultusminister haben ihr Schlimmstes gegeben, um das einst weltweit führende deutsche Bildungssystem auf das Niveau Mexikos oder Nigerias zu verschlimmbessern.
Seit dem ersten Erscheinen der Studie wurden Unmengen an Druckerschwärze verbraucht, um diesen Zustand zu beweinen, doch vermißt man bis zum heutigen Tag den zumindest ansatzweisen Versuch einer Wende zum Besseren. Diese Wende wird nicht eintreten, denn sie würde die Intentionen finanzstarker Kräfte der Gegenküste tangieren, die ein existenzielles Interesse an verdummten Deutschen haben.
Vom ausgehenden Mittelalter bis zum 8. Mai 1945 wurden von Deutschen, oder genauer, von den Angehörigen des deutschsprachigen Kulturkreises, die folgenden wichtigsten Entdeckungen und Erfindungen zum Heile der Menschheit erbracht:
Das Schießpulver und damit das gesamte Artilleriewesen, Bertold Schwarz. (Der Verfasser dieser Zeilen möchte sich in diesem Punkte verbessern; er betrachtet die zufällige Entdeckung des Mönches Bertold Schwarz nicht als Segen für die Menschheit).
Chronik deutschen Erfindergeistes
Weiter: die Taschenuhr, Peter Henlein. Den Buchdruck, Johannes Gutenberg. Das Vakuum und die Luftpumpe, Otto von Guericke. Die Gesetze der Planetenbewegung, Johannes Kepler. Das heliozentrische Weltbild, Nikolaus Koppernigk, bekannt als Kopernikus. (K. wird vom polnischen Kulturkreis als Pole vereinnahmt, was Anlaß zum Widerspruch ist. K. war ein aus Schlesien stammender Angehöriger des Thorner Stadtpatriziats, der dem polnischen König den Treueid geschworen hatte. Sein Anteil am Polentum erstreckte sich auf sein Studium an der Universität Krakau; d. Autor).
Weiter: die Multipliziermaschine, Gottfried Wilhelm Leibnitz. Das Porzellan, v. Tschirnhaus. Die Thermoelektrizität, Seebeck. Die Nähmaschine, Weisenthal. Den Elektromotor, v. Jacobi. Das Anilin, Otto v. Unverdorben. Die Mineraldüngung, Justus v. Liebig. Phenol und Anilin aus Steinkohlenteer, Runge. Das Fahrrad mit der Tretkurbel, Fischer. Die elektrische Glühbirne, Goebel. Die Schreibmaschine mit Farbband, Mitterhofer. Den Fernsprecher, Johannes Reis. Den Dynamo, Werner v. Siemens. Den Viertaktmotor, Nikolaus Otto. Die elektrische Lokomotive, Werner v. Siemens. Die Lochkartenmaschine, Herman Hollerith.
Die Kinematografie, Max Skladanowsky. (Es wird für gewöhnlich der Standpunkt vertreten, die eigentlichen Erfinder dieses Mediums seien entweder Thomas A. Edison oder die Brüder Lumiére gewesen. Die erste öffentliche Vorführung einer Reihe von Filmen fand am 28. November 1895 in Berlin im Wintergarten statt, und somit fast zwei Monate vor einer ersten öffentlichen Filmvorführung durch das französische Brüderpaar; d. Autor).
Vom Ausland abhängig?
Weitere deutsche Erfindungen: die elektrische Straßenbahn, Werner v. Siemens. Das Automobil, Karl Daimler u. Gottfried Benz. Die Schallplatte, Emil Berliner. Die elektromagnetischen Wellen, Heinrich Hertz. Den Gleit- resp. Segelflug, Otto Lilienthal. Die Röntgenstrahlen, Wilhelm-Konrad Röntgen. Der Dieselmotor, Rudolf Diesel. Die Braunsche Röhre, die Grundvoraussetzung allen Rundfunks und Fernsehens, Karl-Ferdinand Braun. Das lenkbare Luftschiff, Graf Zeppelin. Die Ammoniaksynthese, Professor Fritz Haber. Der Schnelltelegraf, Wilhelm v. Siemens. Das Kohlehydrierverfahren, Friedrich Bergius. Die Quantenmechanik, Heisenberg, Der Bildzerleger, bekannt als Nipkowsche Scheibe und somit das Fernsehen, Paul Nipkow. Die erste Fernsehsendung der Welt 1925 in Berlin. Das erste Großraumflugzeug, der Dornierwal. Das Stahltriebwerk, der Grundstein für das Düsenflugzeug, Argus-Schmidt. Die Kernspaltung, Lise Meitner und Otto Hahn. Das Düsenflugzeug, Willy Messerschmidt. Der Raketenmotor, Hermann Julius Oberth. Das Raketenflugzeug, Wilhelm Messerschmidt. Die Fernrakete, Werner v. Braun. Den Kreiskolbenmotor, Felix Wankel. Den Geigerzähler, Johannes Geiger. Das erste Programmgesteuerte Rechengerät, den Vorgänger unseres Computers (eigtl. Elektronengehirn; d. Autor), Konrad Zuse. Ferner: Die Magnetschwebebahn, die Plattenbauweise, das Tonband und vieles andere mehr.
Die sich unübersehbar abzeichnende Massierung deutschen Erfindergeistes gegen Ende der Auflistung läßt eine enorme Kreativitätsexplosion des deutschen Volkes ausgerechnet in den »dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte« erkennen, was uns besser als irgendwelche akademisch/ideologischen Haarspaltereien beweist, daß die Deutschen keine Ausländer benötigen, die ihnen das Essen mit Messer und Gabel beibringen.
Angesichts der deutschen Kreativitätsexplosion während der Jahre des Dritten Reiches, eines Sachverhaltes, den es gemäß der rassistischen Grundeinstellung eines Engelmann und aller Engel- und Dunkelmänner gar nicht habe geben können, ist der eigentliche Grund des Rückganges deutschen erfinderischen Schaffens nach dem Kriege andernorts zu suchen.
Dieser Rückgang ist keinesfalls gottgegeben, sondern wurde durch alliierten Patentraub, Forschungsverbote, die Entführung von Wissenschaftlern und durch gezielte Sabotage des deutschen Bildungssystems nach den Rezepten der Frankfurter Schule und »deutscher« Politiker und Ideologen, herbeigeführt.
Die obige Aufzählung beweist unwiderlegbar, daß die kreativste Periode deutschen Erfindergeistes jene zwischen 1890 und 1945 war, ein Faktum, das sich schlecht mit der bewährten Waffe der morgensternschen Dialektik aus der Welt disputieren läßt. Eine Aufzählung der vergebenen Nobelpreise ab Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des zweiten Dreißigjährigen Krieges beweist es uns.
Geniale Erfindungen während des Krieges
Es haben für hervorragende Leistungen auf den Gebieten der Physik und der Chemie von der Stockholmer Akademie der Wissenschaften in diesem Zeitraum Nobelpreise erhalten:
Deutschland 30
England 16
Frankreich 12
USA 9
Schweden 5
Niederlande 4
Schweiz 3
Österreich 2
Italien 2
Dänemark 1
(Zit. nach: Bertelsmann-Lexikon, 1959, Bd. 3, S. 465f.)
Der Ursprung der Idee eines gigantischen Raubzuges zwecks Aneignung deutscher Patente geht auf das Jahr 1944 zurück, als man angesichts der überragenden deutschen Technologien – vom »Tiger«-Panzer bis zur Fernrakete – ein gemeinsames nachrichtendienstliches Komitee mit der Absicht der geistigen Ausraubung schuf. Dieses Komitee ist unter der Bezeichnung »operation paperclip«, auf deutsch »Unternehmen Büroklammer«, in die Geschichte eingegangen.
Die damalige Kreativitätsexplosion entwickelte sich keinesfalls aus dem Nichts, sondern entsprang der Notwendigkeit, die materielle und quantitative Überlegenheit der Alliierten durch Qualität auszugleichen:
»In der Erkenntnis, daß Deutschland der alliierten Militärmacht auf lange Sicht nicht gewachsen sein konnte, begannen seine Planer nach einer anderen Synthese zu suchen, um der materiellen und industriellen Überlegenheit der Alliierten zu begegnen. Angesichts der eigenen Tüchtigkeit in der Forschung und Entwicklung, ein seit den 20er Jahren aufrecht gehaltener Leistungsstandard, entschloß sich die deutsche Führung, die Rüstungsproduktion mit einer Politik der ›qualitativen Überlegenheit‹ zu verzieren. Diese Strategie wurde auf der Grundlage einer zweifachen Voraussetzung eingeführt: Zum Einen waren die Waffensysteme der Alliierten unterlegen, zurückzuführen auf die ›Vereinfachung und Standardisierung‹ des Prozesses der Serienproduktion, und zum Anderen waren die deutsche Werkzeugmaschinen- und Maschinenbauindustrie im Stande, die Forderungen zu erfüllen. Es wurde erhofft, daß die deutschen Fortschritte auf Gebieten wie die der Raketenforschung, dem Turboantrieb, dem Bau von U-Booten und Überwasserschiffen sowie der Kernphysik erfolgreich in neue Waffensysteme eingegliedert werden konnten, für die den Alliierten keine Verteidigungsmöglichkeit zur Verfügung stand.« (Zit. nach: Joseph Mark Scalia, aus: »U 234 – in geheimer Mission nach Japan«, S. 13, und Allan S. Milward, »War, Economy, and Society, 1939-1945«, S. 57)
(Fortsetzung und Schluß folgt in der nächsten Ausgabe.)
Wolfgang Hackert









