Jürgen W. Gansel

Jürgen W. Gansel
Jürgen Gansel wurde 1974 geboren und schon früh mit der deutschen Wirklichkeit und ihren politischen Hintergründen konfrontiert. Von 1983 bis 1988 lebte er mit seiner Familie in Ost-Berlin, weil sein Vater in dieser Zeit an der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR arbeitete. Weil die Eltern viele freundschaftliche Kontakte zu mitteldeutschen Landsleuten hatten und mit ihnen in regem Erfahrungsaustausch standen, erkannte unser Autor schon in jungen Jahren die Unnatürlichkeit der deutschen Teilung und trat fortan entschieden für die staatliche Einheit des Vaterlandes ein.

Im direkten Systemvergleich konnte er Vorzüge und Defizite beider Staaten erkennen und sein kritisches Gesellschaftsbewußtsein schärfen. So stellte er fest, daß die DDR nicht nur aus Meinungsunterdrückung und Mauermorden, Bonzen-Herrschaft und ökonomischer Mangelwirtschaft bestand, sondern sich im Lebensalltag der Menschen viel an deutscher Gemütskultur und traditionellem Gemeinsinn erhalten hatte. Die DDR war in manchem deutscher als die herunterliberalisierte US-Kolonie BRD – man denke nur an den preußischen Schneid der Nationalen Volksarmee oder die restriktive Ausländerpolitik, in der die Fremden für die Dauer ihres begrenzten Arbeitsaufenthaltes konsequent von den Einheimischen separiert wurden.

Das genaue Gegenbild war das multikulturelle und multikriminelle West-Berlin, wo Jürgen Gansel – wie alle anderen Kinder der Botschaftsangehörigen – zur Schule ging und einen regelrechten Überfremdungsekel bekam. Der Ausländeranteil von annähernd 30 Prozent in seiner Gymnasialklasse ließ ihn eine weitere Wendung nach rechts machen.

Sein Geschichtsbewußtsein wurde auch durch die Familie geprägt, deren väterlicher Stamm aus heimatvertriebenen Ostpreußen besteht. So bekam er schon als Kind eine Ahnung davon, daß Deutschland viel mehr ist als die materialistische Rheinbund-Republik, die die Bundesrepublik vor der Wiedervereinigung war.

Nach den Berlin-Jahren ins Rheinland zurückgekehrt, trat Jürgen Gansel 15-jährig einem wertkonservativen Stadtverband der Jungen Union und CDU bei, weil er irrtümlich glaubte, mit dieser Partei eine nationalkonservative Wende in Deutschland herbeiführen zu können. Kurz vor dem Abitur trat er aus JU und CDU aus, als ihm klar wurde, daß Helmut Kohls Europapolitik Deutschland staatlich und seine Ausländerpolitik ethnisch auflösen würde. Nach einem einjährigen Zwischenspiel beim rechtsgerichteten Bund Freier Bürger ließ Gansel während seines Studiums der Mittleren und Neueren Geschichte sowie Politikwissenschaft die Parteipolitik erst einmal ruhen.

Direkt nach der Studienaufnahme an der Justus-Liebig-Universität Gießen 1994 trat er einer pflichtschlagenden Burschenschaft bei, mit deren Dreiklang „Ehre – Freiheit – Vaterland“ er sich sofort identifizieren konnte. Von 1995 bis 1997 war er hessischer Landesvorsitzender der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) und begann mit der publizistischen Arbeit für die „Deutsche Stimme“.
1998 trat Jürgen Gansel dann der NPD als der einzig wirklichen nationalen und sozialen Oppositionspartei in Deutschland bei. Bald wurde er Landesschulungsleiter der hessischen NPD und stellvertretender Landesvorsitzender. Von 2002 bis April 2009 gehörte er dem Parteivorstand an.

Nach dem Studium arbeitete er ein Jahr lang als Redakteur einer nationalen Geschichtspublikation in Süddeutschland. Im September 2001 zog er ins sächsische Riesa, um als hauptamtlicher Redakteur das Profil der „Deutschen Stimme“ weiter zu schärfen. Im Kulturteil der Zeitung bemühte er sich in den Jahren von 2001 bis 2004 darum, das Ideengut der konservativen Revolutionäre der Zwischenkriegszeit – Carl Schmitt und Ernst Jünger, Ernst Niekisch und Arthur Moeller van den Bruck, Oswald Spengler und Edgar Julius Jung – für den modernen Nationalismus der NPD fruchtbar zu machen. Das passende Thema seiner 1999 abgegebenen Magisterarbeit: „Antikapitalismus in der ‚Konservativen Revolution’ in Deutschland von 1918 bis 1932“.

Als der NPD im September 2004 in Sachsen mit sensationellen 9,2 Prozent der Einzug in das Landesparlament gelang, wurde Jürgen Gansel Abgeordneter in Dresden. Seitdem ist er Mitglied im Ausschuß für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie im Ausschuß für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien. Außerdem gehört er dem Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung an.

Jürgen Gansel wohnt weiterhin in der „Deutsche-Stimme-Stadt“ Riesa, wo er auch sein Bürgerbüro hat. Bei der Kreistagswahl im Juni 2008 trat er als NPD-Landratskandidat im neuen Landkreis Meißen an und lag mit einem Ergebnis von 7,0 Prozent nur ganz knapp hinter dem Kandidaten der Regierungspartei SPD. Für die „Deutsche Stimme“ beschäftigt sich unser Autor vorzugsweise mit Globalisierungskritik, der Nationalisierung der sozialen Frage, mit Fragen der Parteistrategie und Ideengeschichte.

Alle Beiträge von Jürgen W. Gansel

Die Massensehnsucht nach Sicherheit

06.09.2010 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Wirtschaft und Soziales

Globalisierungsfolgen: Nationale Gemeinschaftswerte gegen soziale Verunsicherung und Abstiegsangst
Die Flexibilitäts- und Mobilitätsdiktate der Arbeitswelt und der Wettbewerbsdruck auf Löhne und Arbeitsplätze machen vielen Deutschen Angst. Der Verlust sozialer Gewißheiten und materieller Perspektiven macht die Nation als Schutz- und Solidargemeinschaft wieder attraktiv.
Unlängst schlug die Demoskopin Renate Köcher ausgerechnet in der neoliberalen Wirtschaftswoche Alarm: »Die Deutschen bangen um [...]



Antifa-Klamauk

03.08.2010 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Gastkommentare
Bild nicht gefunden

Der Kampf der Riesaer CDU-Oberbürgermeisterin gegen die NPD treibt immer bizarrere Blüten. Seit  weit über 10 Jahren gibt es in der früheren Industriestadt an der Elbe einen aktiven NPD-Kreisverband, und seit genau 10 Jahren arbeitet dort der DS-Verlag
für eine geistige Wende im Land.
Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer holte nun zum »großen Schlag« gegen Verlag und
Partei aus. Weil [...]

mehr...


Ein Vertreter des volksfernen Parteiensystems

03.08.2010 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Deutschland

Drei Wahlgänge brauchte Angela Merkel, um ihren Bundespräsidenten-Kandidaten durchzubringen. Christian Wulff qualifizierte sich nicht durch Volksnähe oder gar Volksbewußtsein, nicht durch Charisma und Überzeugungskraft, nicht durch Widerspruchsgeist, Gestaltungswillen und Konfliktbereitschaft – der Partei-Funktionär qualifiziert sich gerade durch das Gegenteil.



Vom Abstieg Amerikas zur Neugeburt Europas

27.05.2010 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: International

Uncle Sam kollabiert: In der Stunde des amerikanischen Niedergangs erwacht in Europa der Nationalismus

Während die USA eine kulturelle Sinnkrise und ökonomische Katastrophe historischen Ausmaßes erleben, erwachen in Europa die lange unterdrückten Nationalismen der Völker. Ein Zufall? Tatsache ist, daß die nationalen Widerstandskräfte Europas wachsen und die Unterdrückungskräfte eines verfaulenden Amerikas schwinden.



Kampf gegen Arbeitslose

06.04.2010 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Wirtschaft und Soziales

Noch nie hat sich eine Regierungspartei so schnell als miese Klientelpartei entlarvt wie die FDP nach der Bundestagswahl. In den Koalitionsverhandlungen setzte die FDP zuerst Steuergeschenke für Hoteliers und andere FDP-Großspender durch; danach machte sie die von ihr geführten Ministerien zu Versorgungsanstalten für neoliberale Machtcliquen.



»Gründliches Denken muß immer radikal sein«

01.03.2010 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Im Gespräch
Bild nicht gefunden

Arne Schimmer, Jahrgang 1973, Studium der Volkswirtschaftslehre an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, 1999 Abschluß des Studiums als Diplom-Ökonom, anschließend Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsjournalist. Breite publizistische Tätigkeit, so für die Deutsche Stimme, die Junge Freiheit, das linksnationale Magazin wir selbst, die Staatsbriefe und das JN-Theorieorgan hier & jetzt.

mehr...


Parlamentarismus im Endstadium

21.12.2009 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Deutschland
Bild nicht gefunden

Wer noch glaubte, die Altparteien hätten politische Grundwerte, erlebt nun den ideellen Totalausverkauf. Beim jüngsten Koalitionspoker opferten die schwarzen und roten, gelben und grünen Machttechnokraten die Reste programmatischer Unterscheidbarkeit. Der Koalitions-Inzest läßt sie endgültig zur Einheitspartei verschmelzen. In der bundesdeutschen Konsensrepublik gibt es mittlerweile alle Koalitionsvarianten, die rechnerisch irgendwie möglich sind – auch solche, die vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen wären und zu massenhaften Parteiaustritten geführt hätten.

mehr...


Vietnamesische Zweiklassenmedizin

02.12.2009 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Deutschland
Bild nicht gefunden

Diese Personalie ist denkwürdig im negativsten Sinne: nicht die Überfremdungsideologen von Rot-Grün, sondern die Überfremdungs-pragmatiker von Schwarz-Gelb versehen den ersten Migrationshintergründler mit deutschen Ministerehren.

mehr...


In der Geiselhaft des Finanzkapitals

04.11.2009 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Wirtschaft und Soziales
Bild nicht gefunden

Vor einem Jahr ging die US-Investmentbank Lehman Brothers pleite und löste eine verheerende Kettenreaktion auf den überhitzten Finanzmärkten aus. Finanzganoven hatten die Welt durch wahnsinnige Spekulationsmanöver und Kreditblasen in die tiefste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren gestürzt. Heute können sie dort weiter machen, wo sie vor einem Jahr aufhören mußten, denn sie haben die Steuerzahler in Geiselhaft genommen.

mehr...


Die Ausländermacht im Wahllokal

04.11.2009 | von Jürgen W. Gansel | Kategorie: Deutschland
Bild nicht gefunden

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus 2005 leben hierzulande mehr als 15,3 Millionen Menschen mit »Migrationshintergrund«. Jeder fünfte Bewohner der »Bunten Republik Deutschland« (BRD) ist also nichtdeutscher Herkunft. Deutlich mehr als acht Millionen von ihnen besitzen schon einen deutschen Paß.

mehr...